Automobilclub – von ADAC bis VCS

Deutsche und europäische Fahrzeugclubs und Automobilclubs und Vereine rund um Fahrzeug und Verkehr
Allgemeine Autoclubs

Automobilclubs gehören zu den Verkehrsclubs und sind Organisationen, die ihren Mitgliedern verschiedene Serviceleistungen rund um Auto und Autofahrt anbieten wie zum Beispiel Pannendienste, Versicherungen, Reise- und Verbraucherinformationen, Routenplanung, Landkarten, Schutzbriefe. Darüber hinaus vertreten manche Automobilclubs die Interessen der Autofahrer. Der bekannteste deutsche Automobilclub ist der ADAC, darüber hinaus gibt es weitere, die im Folgenden vorgestellt werden.

ADAC – Allgemeiner Deutscher Automobil-Ckub e.V.

ADAC steht für Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.. Der ADAC wurde 1903 in Stuttgart zunächst als “Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung” gegründet. Seit 1911 fungiert er unter dem Namen “Allgemeiner Deutscher Automobil-Club”. Der ADAC ist Deutschlands größter Verkehrsclub. Er vertritt die Interessen deutscher Auto-, Motorrad- und Bootfahrer. Darüber hinaus bietet der ADAC Dienstleistungen an, die bekannteste ist wohl die Pannenhilfe für ADAC-Mitglieder. Die Bezeichnung “Gelbe Engel” resultiert aus einer einheitlichen gelben Färbung der Pannenfahrzeuge. Ebenso werden Rechtsberatungen und Leistungen im Reise- und Unfallbereich angeboten. Der ADAC produziert Stadtpläne und Straßenkarten und bietet Fahrsicherheitstrainings in eigenen Zentren an.

ACE – Der Auto Club Europa

Der Auto Club Europa e. V. (ACE) 1965 von Gewerkschaften im DGB gegründet, gehört mit ADAC und AvD zu den drei größten Automobilclubs in Deutschland. Seit 1995 steht er auch Mitgliedern ohne gewerkschaftliche Bindung offen. Verkehrspolitisch bekennt sich der ACE zum Auto. Gleichzeitig vertritt er die Idee einer ganzheitlichen Mobilität, bei der alle Verkehrsmittel sinnvoll miteinander verknüpft sind.

AvD – Automobilclub von Deutschland e.V.

Der “AvD Automobilclub von Deutschland e.V.” (AvD) gehört neben ADAC und ACE zu den drei größten Automobilclubs in Deutschland. Er wurde 1899 in Berlin gegründet und zunächst “Deutscher Automobilclub” genannt. Der AvD bietet einen Pannendienst an und vertritt die Interessen der Autofahrer in Politik, Gesellschaft und in der Wirtschaft. Er bietet auch Unterstützung bei Rechtsfragen und Hilfeleistungen im Reise- und Unfallbereich an.

ARCD – Auto- und Reiseclub Deutschland e.V.

Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. (ARCD) ist der viertgrößte Automobilclub in Deutschland. Gegründet 1928 stand er zunächst nur Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes offen. Seit den 1990er Jahren können jedoch alle Berufsgruppen Mitglied werden. Der Clubsitz ist in Bad Winsheim, von wo alle Mitglieder deutschlandweit vertreten werden. Als Mitglied ist man mit dem europaweit gültigen Schutzbrief nicht nur mit dem eigenen Auto und allen auf das Mitglied zugelassenen weiteren Fahrzeugen wie z.B. Wohnmobile oder Motorräder versichert, sondern auch auf allen Reisen mit z.B. Flugzeug, Bahn oder Schiff. Ein Pannendienst gehört ebenso zum Serviceumfang des ARCDs.

ACV – Automobil-Club Verkehr

Den Automobil-Club Verkehr (ACV) gibt es seit etwa 40 Jahren. Der ACV bietet Sicherheit und Service rund um Auto und Freizeit für die ganze Familie. Das Leistungsspektrum ähnelt dem der des ADACs, AvD oder ACE. Der ACV besteht aus 8 Landesgruppen (Hauptsitz Köln, weitere Berlin, Hannover, Essen, Erfurt, Frankfurt, Stuttgart und Nürnberg) und mehr als 90 Ortsclubs.

VCD – Verkehrsclub Deutschland

Der VCD wurde 1986 gegründet und hat einen ökologischen Fokus. Die Initiative ist auf Vertreter verschiedener Umweltverbände zurückzuführen, die für die so genannte sanfte Mobilität aller Verkehrsteilnehmer (Auto, Bus, Bahn, Flugzeug, Schiff, Fahrrad, Fußverkehr usw.) eintreten. Dabei geht es um eine nachhaltige Mobilität im Rahmen eines verbraucherorientierten Umweltverbandes, der unter anderem für die Einführung der BahnCard durch die Deutsche Bundesbahn eingetreten ist. Fuß- und Fahrradverkehr zählen demnach zu den besonders umweltfreundlichen Fortbewegungsmöglichkeiten, wohingegen beim Auto der Ansatz “so wenig wie möglich, so viel wie nötig” vertreten wird.
Zielgruppe des VCDs sind ökologisch orientierte Verbraucher, denen speziell zugeschnittene Versicherungsangebote und Schutzbriefe angeboten werden.

NAVC – Neuer Automobil- und Verkehrs Club

1965 wurde zunächst der NAC (neuer deutscher Automobil-Club) gegründet, aus dem 1970 der NAVC wurde. Er betreibt keine eigenen Pannen- und Abschleppdienste, stellt diese Leistung jedoch durch Fremdfirmen sicher. Im NAVC ist ein gewichtiger Teil der deutschen Amateur-Rennsportszene vertreten.

DAVC e.V. – Deutscher Automobil-Veteranen-Club

Der DAVC e.V. versteht sich als größter deutscher markenunabhängiger Kraftfahrzeug-Veteranen-Club für Automobile, Motorräder, Traktoren und alles, was mit motorischer Kraft angetrieben wird und fährt.
Dabei geht es um historische Kraftfahrzeuge, wobei die Kraftfahrzeug-Veterane (wie zum Beispiel Oldtimer) gefahren werden und nicht im Museum stehen. Der finanziell unabhängige Club wurde 1965 gegründet.

KS – Kraftfahrer Schutz e.V.

Der Kraftfahrer Schutz e.V. wurde 1935 gegründet und setzt sich seit Beginn für mehr Sicherheit auf den Straßen ein. Zu den Serviceleistungen gehörten zunächst Rechtsschutz-, Berufshaftpflicht- sowie Sterbegeldversicherung für Berufskraftfahrer. Die Entwicklung ging immer stärker in Richtung eines offenen Automobilclubs für alle Kraftfahrer, 1961 erfolgte die Umbenennung in KRAFTFAHRER-SCHUTZ e.V..
Mitglieder können Serviceleistungen wie zum Beispiel Wildschadenbeihilfe, Notfallservice rund um die Uhr, Rechtsschutzversicherung und Schutzbriefe für das In- und Ausland in Anspruch nehmen.

DVW – Deutsche Verkehrswacht e.V.

Der DVW wurde 1924 in Berlin gegründet und hat seinen Sitz seit 1950 in Bonn. Schwerpunkt des Vereines liegt auf der Förderung von Verkehrssicherheit, Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung sowie darauf, Verkehrsunfälle durch geeignete Maßnahmen zu verhüten. Bei der Interessenvertretung aller Verkehrsteilnehmer mit Blick auf ausreichende Verkehrssicherheit bezieht der Verein auch Belange des Umweltschutzes ein. Zu den Services des DVW gehört die Beratung der Mitglieder in Fragen der Verkehrssicherheit und die Zeitschrift “mobil und sicher”, die sechsmal im Jahr über Themen in den Bereichen Verkehrssicherheit, Verkehrserziehung, Verkehrspsychologie, Verkehrspolitik, Verkehrstechnik, Verkehrsrecht, Unfallforschung, Verkehr und Umwelt sowie Unterhaltung informiert.

DVR – Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. wurde 1969 gegründet und sieht seinen Schwerpunkt in der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dabei steht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Vordergrund, was insbesondere durch die Arbeit des Vereins an Fragen der Verkehrstechnik,Verkehrserziehung, Verkehrsaufklärung, des Verkehrsrechts und der Verkehrsüberwachung sichergestellt werden soll. Mitglieder des DVRs sind die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und Ländern, die Berufsgenossenschaften, Deutsche Verkehrswacht, Automobilclubs, Automobilhersteller, Versicherungen, Personenbeförderungsunternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Kirchen und weitere Institutionen und Organisationen.

DMV – Deutscher Motorsport Verband

Der Deutsche Motorsport Verband e.V. wurde 1923 in Halle/Saale gegründet. Er führt nationale und internationale Motorsportveranstaltungen in Deutschland durch, wie z.B. klassische Automobil-Rundstreckenrennen, Motorrad-Straßenrennsport. Der DMV sieht sich dem Spitzen- und dem Breitensport verpflichtet und fördert deshalb Sportarten wie zum Beispiel Kart-Sport, Rallye, Slalom, Motocross, Quad, Trial, Supermoto, Bahnsport, Enduro, Off-Road, Motorrad-Biathlon, Tourensport und Motoball. Der DMV bietet – gemeinsam mit mehr als 400 Clubs – Motorsportlern in fast allen Disziplinen die notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zur Ausübung ihres Sports.

ADMV – Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband e.V.

Nicht zu verwechseln sind der DMV und der ADMV, Allgemeiner Deutscher Motorsport-Verband. Dieser hat seinen Sitz in Berlin und wurde 1957 im damaligen Ostberlin als Dachverband für den Motorsport in der DDR gegründet. Im ADMV waren alle zugelassenen Motorsportclubs und Motorsportvereine der DDR zusammengeschlossen. Auch heute ist der ADMV vorwiegend in den neuen Bundesländern tätig. Seit 22. Mai 1990 ist der ADMV ein eingetragener Verein (e.V.) und besitzt den Status eines Verbandes.

ÖAMTC – Österreichischer Automobil-, Motorad- und Touring-Club

Der ÖAMTC ist 1946 aus der Vereinigung des Österreichischen Touring-Clubs (1896) mit dem Österreichischen Automobil-Club (1898) hervorgegangen. Er arbeitet eng mit dem deutschen ADAC zusammen. Zu den Serviceleistungen des ÖAMTC gehören unter anderen Pannenhilfe – die Pannenhelfer werden wie beim ADAC gelbe Engel genannt, Rechtshilfe für Unfallopfer, Fahrsicherheitstrainings, Schutzbriefe, Verkehrsfunk und eine Zeitschrift, die regelmäßig an die Mitglieder gesendet wird.

Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.

Bei der Landesverkehrswacht Niedersachsen handelt es sich um einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein. Derzeit hat der Verein 112 Ortsverkehrswachten und 37 Einzelmitglieder bestehend aus natürlichen Personen, Wirtschaftsunternehmen und andere Institutionen. Die örtlichen Verkehrswachten sind rechtlich selbständige eingetragene gemeinnützige Vereine. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Verkehrssicherheit und wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter geleistet. Die Verkehrswachten finanzieren sich eigenständig aus Mitgliedsbeiträgen und zum Teil aus öffentlichen und privaten Zuschüssen der Wirtschaft.

WAC – Württembergischer Automobilclub e.V. gegründet 1899

Der Württembergische Automobilclub ist einer der ältesten Automobilclubs der Welt überhaupt und wurde von Robert Bosch, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach im Jahr 1899 gegründet. Bis 1918 in Deutschland die Republik ausgerufen wurde, durfte sich der Club unter König Wilhelm II. von Württemberg “Königlich” nennen. Zu den Unternehmen DaimlerChrysler und Robert Bosch bestehen weiterhin gute Beziehungen. Leitende Manager dieser Unternehmen sind ständige Mitglieder im Präsidium des WAC.

ASC – Allgemeiner Schnauferlclub

Der Allgemeine Schnauferlclub fördert die Erhaltung und den Einsatz historischer Automobile. Gegründet 1900 waren Pioniere des Automobils wie z.B. Carl Benz, August Horch, Adam Opel, Ettore Bugatti, Henry Ford, Ferdinand Porsche und später genau wie auch heute viele maßgebende Persönlichkeiten aus dem Automobilbereich Mitglieder im ASC.

BAVC – Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub

Der BAVC ist ein kirchlicher Automobilclub und hat seinen Sitz in Kassel. Gegründet wurde er 1926 als Pfarrer-Kraftfahrer-Vereinigung, aus dem der spätere BAVC hervorgegangen ist. Zu seinen Mitgliedern gehören Angehörige der Kirchen, Caritas, Diakonie und Mission.

ARBÖ – Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich

Der ARBÖ ist ein österreichischer Verkehrsclub, der 1899 als Verband der Arbeiter-Radfahrer-Vereine Österreichs in Wien gegründet wurde. Heute vertritt er Kraftfahrerbelange. In Österreich ist der ARBÖ der zweitgrößte Verein dieser Art. Er bietet seinen Mitgliedern einen Pannendienst, einen Informationsdienst für Verkehr und Touristik, Fahrsicherheitstrainings, einen Schutzbrief und eine Mitgliederzeitschrift an und führt Begutachtungen durch (Pickerlüberprüfungen).

EUAC – Europäischer Automobil und Verkehrsclub

Der Europäische Automobil und Verkehrsclub ist ein politisch unabhängiger Verkehrsclub in Österreich. Zum EUAC gehören keine eigenen Stützpunkte, vielmehr betreibt er ein Servicecenter für seine Mitglieder und arbeitet mit 1.500 privaten Partnern zusammen.

VCS – Verkehrsclub Schweiz

Der VCS wurde 1979 gegründet und setzt sich für eine “menschen- und umweltgerechte Mobilität” ein. Der Club finanziert sich durch kostenpflichtige Angebote an seine Mitglieder wie z.B. die Pannenhilfe, Versicherungsdienstleistungen, Angebote als Reisebüro und vergünstigte Abonnemente für den öffentlichen Verkehr.




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