Winterreifen

Auch im Winter schnell und sicher unterwegs.
Wissenswertes über Winterreifen

Profil, Alter, Wechsel, Lagerung – Informationen rund um den Winterreifen.

Winterreifen

Winterreifen sind besonders für trockene, feste Schneedecken und bis an gewisse Grenzen für Eisflächen geeignet. Winterreifen haben eine besondere kältetaugliche Gummimischung mit einem hohen Silica- oder Naturkautschukanteil. Dadurch haben sie bei kälteren Temperaturen eine bessere Bodenhaftung, weil das Gummigemisch nicht aushärtet. Diese eher weiche Gummimischung macht es notwendig, dass Winterreifen mit 0,2-0,3 bar mehr Reifendruck gefahren werden, als es vom Fahrzeughersteller angegeben ist. Winterreifen sind mit Blick auf Bremsverhalten, Lenk- und Beschleunigungsverhalten in der kalten Jahreszeit überlegen. Sie haben ein Profil mit vielen kleinen Lamellen, die sich mit der Schneedecke verzahnen können und so für eine gute Bodenhaftung sorgen.

Zu beachten ist darüber hinaus die richtige Profiltiefe. Mindestens 1,6 mm Profiltiefe sind gesetzlich vorgeschrieben. Doch insbesondere bei Winterreifen raten Experten zu einem Profil von mindestens 4 mm oder mehr. Denn nur bei ausreichender Profiltiefe kann sich der Reifen beim Fahren selbst von Matsch und Schnee reinigen und greift gut. Eine niedrigere Profiltiefe kann demnach dazu führen, dass das Auto ins Schlingern und Rutschen gerät.

Winterreifen sollten nicht älter als 6 Jahre alt sein. Dabei ist es egal, welche Profiltiefe sie noch aufweisen. Ab einem Reifenalter von 6 Jahren steigt das Risiko, dass die Gummimischung des Reifens aushärtet. Dann muss mit einer nachlassenden Fahrleistung bei Schnee und Eis gerechnet werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die korrekte Lagerung der Winterreifen.

Erkennen kann man Winterreifen in der Regel an einem Schneeflockensymbol und an den Buchstaben M&S. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und steht für Mud and Snow, was im Deutschen Matsch und Schnee bedeutet. Einschränkend muss hier jedoch bemerkt werden, dass M&S aktuell kein geschützter Begriff ist und daher auch auf anderen Reifen, wie zum Beispiel Ganzjahresreifen ausgewiesen werden kann.

Natürlich können die verschiedenen Typen von Winterreifen Unterschiede in der Qualität aufweisen. Wie bei den meisten Gütern gibt es auch bei Winterreifen qualitativ hochwertige und schwächere Reifen. Dies ist nicht zuletzt auch eine Frage des Preises. Häufig sind die weniger hochwertigen Winterreifen deutlich billiger, verfügen abr über eine weniger hohe Laufleistung. Die Qualitätsunterschiede und das Leistungsvermögen von Winterreifen bestimmen sich jedoch wie bei allen anderen Reifen auch über den Profiltyp, die verwendete Gummimischung, den Fahrzeugtyp und der Fahrzeugbeladung sowie dem Fahrbahnzustand.

Wann der richtige Zeitpunkt ist, um auf Winterreifen zu wechseln, darüber gehen die Meinungen auseinander. Einige schwören als Anhaltspunkt auf die Faustregel, ab einer Temperatur von 7 Grad Celsius und darunter auf Winterreifen umzusteigen. Andere wollen nicht zwingend an dieser Regel festhalten. Fakt ist jedoch, dass so früh gewechselt werden sollte, dass man nicht von einsetzendem Schneefall oder überfrierenden Fahrbahnen überrascht wird. Passiert nämlich das und man ist mit Sommerreifen unterwegs, kann es unter Umständen negative Folgen entsprechend der deutschen Winterreifenverordnung geben.

Auch Winterreifen stoßen bei bestimmten Witterungsverhältnissen an ihre Grenzen und haben kaum noch Haftung. In solchen Fällen, kommt man mit Spikes weiter.




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