Finanzierung, Barzahlung und Leasing im Vergleich

Wie sieht es mit den verschiedenen Finanzierungsarten aus? Was ist günstiger?
Finanzierungsarten im Vergleich

Jetzt schnelle Kreditzusage, 0% Finanzierung, Sonderrabatte, Sonder-Finanzierung – Der Autokauf wird uns allem Anschein nach sehr leicht und günstig gemacht. Wer kann da so leicht widerstehen? Nun es lohnt sich ganz sicher zu prüfen, welche Finanzierungsart in der jeweiligen Lebenssituation die geeignete ist.

Barzahlung vs. Kredit

Barzahlung ist häufig die Zahlungsart, bei der Autoverkäufer ordentliche Rabatte einräumen. Die Gründe liegen auf der Hand. „Ware gegen Cash“ birgt ein geringeres Risiko und größeren finanziellen Handlungsspielraum. Zudem hat der Händler bei einem Barverkauf eine höhere Gewinn-Marge, da in diesem Fall keine Beteiligung an einer Finanzierung für ihn ansteht.

Die Möglichkeiten, den Kaufpreis insbesondere für einen Neuwagen in bar auf den Tisch zu legen, sind überschaubar. Vielleicht haben Sie mehr oder weniger Jahre auf den Wagen gespart oder gerade im Lotto gewonnen – dann herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft. Für alle anderen kann folgende Alternative in Betracht kommen:

Informieren Sie sich über die Autokreditzinsen der Autobanken und der Hausbanken. Liegen die Autokredit-Zinsen der Hausbanken nur geringfügig über denen der Autobanken lohnt es sich, unter Berücksichtigung der Rabatte, die der Händler bei Barzahlung gewährt, den Kredit bei einer Hausbank aufzunehmen. Demnach zahlen Sie ähnliche Zinsen, können aber die Vergünstigung im Neuwagenpreis anrechnen und zahlen in Summe weniger.

Selbstverständlich unterliegt der Händler keiner Verpflichtung, im Falle eines Barkaufs einen Rabatt einzuräumen. Daher sollten Sie sich vor dem Kauf über entsprechende Angebote beim Händler informieren.

Von einer Finanzierung spricht man, wenn der Kaufpreis nicht in einem Betrag, sondern auf mehr oder weniger Raten verteilt bezahlt wird. Zunächst werden vom Händler gewährte Rabatte und der Betrag für den in Zahlung genommenen Gebrauchtwagen vom Neupreis abgezogen. Auf diesen Zuzahlungsbetrag erfolgt eine Anzahlung von meist 25-30 Prozent. Der Restbetrag geteilt durch die Anzahl der Monate der Vertragslaufzeit (meist ab 24 oder 36 Monate) ergibt die monatliche Rate. Im Falle einer Finanzierung werden Zinsen und Bearbeitungsgebühren auf die eigentliche Finanzierungssumme aufgeschlagen. Voraussetzung für eine Finanzierung ist die Bonität des Kunden.

Der Verhandlungsspielraum bzgl. Rabatte ist bei einer Finanzierung deutlich geringer als bspw. bei einem Barkauf. Der Grund dafür ist, dass der Händler in das Finanzierungsprogramm finanziell eingebunden wird. In Folge sinkt seine Gewinn-Marge und er ist weniger verhandlungsbereit.

Leasing

Beim Leasing (Mietkauf) finanziert der Kunde einen Teil des Neuwagenpreises – jedoch nicht die komplette Summe über einen Vertrag mit der Autobank.
Zunächst wird der Neupreis nach Abzug von Großkunden- oder Geschäftskundenrabatten errechnet. Anschließend wird die Leasingdauer, also die Dauer, über die der Kunde das Auto fahren möchte (meist 2-3 Jahre) und der Restwert des Autos, zu dem der Händler das Auto garantiert nach Ablauf der Dauer zurücknimmt, vereinbart. Kommt es während der Nutzungsdauer zu Schäden am Fahrzeug, wird der Restwert entsprechend nach unten korrigiert.
Finanziert im eigentlichen Sinne wird der Wertverlust des Autos zwischen Fahrzeugübergabe und Rückgabe. Nach Ablauf der Leasing-Dauer kann der Kunde das Auto selbst zum vereinbarten Restwert kaufen. Kauft er das Auto nicht, geht es zurück zum Händler.

Leasingraten sind sofort beim Finanzamt absetzungsfähig. Privatpersonen können diesen steuerlichen Vorteil nicht genießen. Daher lohnt sich Leasing für sie nicht wie für einen Geschäftskunden. Meist sind Sonderfinanzierungen für sie günstiiger.


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